NETZE DIE BILDEN

Biografisches

... und - wenn Sie wollen - lesen Sie jetzt auch noch etwas über meine biografischen Hintergründe:

Es gibt ihn nämlich: einen   roten Faden in meiner beruflichen Biografie:


Es sind Veränderungsprozesse, die mich interessieren, gewissermaßen „schon immer".

Und dabei ist es im Hintergrund der Prozesse stets das Spannungsfeld zwischen einerseits angestrebter Kontrolle über die Prozesse und andererseits ist es die chaotisch-kreative Selbstorganisation.

Teilhabe an Demokratie als nicht zu stoppender, kontinuierlicher Friedens-Prozess ist die gesellschaftliche Form, die meine Bilder prägen. Das war als Kind so, als ich mir die aufregende Welt aneignete – und ist es heute, wo ich mir intellektuell und in allerlei konkreten Erfahrungen Bilder zu eigen gemacht habe.

„Die Revolution" hatte mich gelockt – insbesondere in den 70iger Jahren. Dann spürte ich sehr allmählich, aber immer deutlicher, dass es so nicht geht: die Menschen werden zu wenig mitgenommen, sie geraten aus dem Blick, wenn Manifeste, Programme und sog. Klassiker zur entscheidenden Richtschnur werden.

Hintergrund ist und bleibt aber mein Bedürfnis nach Veränderungsprozessen in einer Welt, die allzu viel Ungerechtigkeit, Elend und zu wenig Frieden hat. In der Nachkriegszeit aufgewachsen liegt das nicht fern, wenn es auch Umwege begründet ("die Revolution" z.B.!) – deshalb aber auch eine große Affinität zu „notwendigem" Widerstand. Und den bitte klug ent-wickelt, nicht in zielloser nur aufbegehrender Rebellion oder auch (durch wen auch immer) fixierte Programme.

Wenn denn schon keine Umstürze, so doch bitte eine Organisationsentwicklung, die definierten Zielen und einer Vision folgt und die Betroffenen zu Beteiligten macht. Und die Begleitung wünschen und davon ausgehen, dass gemeinsame Beratung mit einem „Externen" helfen kann, die eigenen Aufgaben und Ziele, vielleicht „echte" Veränderungen, voranzubringen.

Grundlegend sind für mich systemische, die Dynamik von Gruppen reflektierende Prozesse – ich möchte verstehen, was passiert und dann gemeinsam Schritte planen.

Kein Zufall also, dass ich im Bildungsbereich „zuhause" bin: Erhebliche Teile meines Studiums habe ich mit der Organisation, Vorbereitung und Durchführung von Ferienaufenthalten für Großstadtkinder („Student für Europa e.V.") erfüllt: Ja, diese praktischen Erfahrungen, in denen wir Vieles sehr intuitiv und mit viel Spaß und Kultur gemacht haben, hat erfüllt und mein späteres Tun, auch im Unterricht, geprägt. Nach meiner Lehrerausbildung habe ich insgesamt 10 Jahre an Schulen unterrichtet, dann mehr als 20 Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet, davon 15 Jahre eine Region der Volkshochschule in Hamburg geleitet. Und ich habe Schritt für Schritt gelernt meine Aufgaben auch im Wohn- und Lebens-Umfeld immer besser zu verstehen.

„Das Schwierigste an der Arbeit mit einem Pferd ist die Arbeit an sich selbst." (Timo Ameruoso aus „Zweierlei Leben" – von ihm weiß ich sonst nichts, ich zitiere nur gern (fast) vollständig ...)

Das habe ich acht Jahre mit meinem Pferd erlebt (das "Schönste, Sensibelste, Direkteste" überhaupt – eben der perfekte Spiegel meiner Selbst ...) und dabei erheblich an Führungskompetenz als empathische Fähigkeit („was will ich ...") gewonnen. – Wenn ich denn bald ein paar Pferde finde (?!), werde ich Führungsseminare für jede Frau/jeden Mann anbieten – gewiss!


Schließlich war es in meiner persönlichen Entwicklung ganz besonders naheliegend, von 2006 bis 2013 eine koordinierende Tätigkeit in einer entstehenden Bildungslandschaft Hamburgs zu übernehmen, um die systematische Vernetzung aller Bildungs-, Beratungs- und Erziehungseinrichtungen voranzubringen (die „Koordinierungsstelle Bildungsoffensive Elbinseln", beauftragt von der Behörde für Schule und Berufsbildung, angesiedelt bei der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg GmbH) siehe auch:

http://www.iba-hamburg.de/projekte/bildung-und-stadtteilentwicklung/projekt/bildungsoffensive.html

– Das war gewissermaßen eine Krönung meines beruflichen Weges mit meinem ausgeprägten Interesse, reduzierende Versäulungen und unpassende Reduktionen im Interesse eines ganzheitlichen Blicks auf die gesellschaftlichen Aufgaben auch mithilfe systematischer Vernetzungsprozesse zu überwinden. Dabei habe ich dann noch viel mehr über Stadtentwicklung und differenzierte Bezüge zum jeweiligen Sozialraum gelernt - und fühle mich also mittendrin!

"Das Schwierigste an der Arbeit mit einem Pferd ist die Arbeit an sich selbst."

Timo Ameruoso aus: "Zweierlei Leben"